Unsere Partnergemeinde in Peru:
Als im Jahre 1979/1980 unsere neue Pfarrkirche gebaut wurde, war es selbstverständlich, dass unsere Gemeinde sich nicht nur für den eigenen Kirchbau engagierte, sondern Verantwortung für die Weltkirche übernahm.

Da eine Familie unserer Pfarrgemeinde eine Verwandte als Ordensschwester in Peru hat, wurde die Arbeit der Hiltruper Herz-Jesu-Schwestern mit Schwester Irmlind in Peru als "Partnergemeinde" gewählt.

In den zurückliegenden fast 30 Jahren hat so unsere Cornelius-Gemeinde durch viele Aktionen (wie Adventsbasare oder Pfarrfeste), sowie durch viele Einzelspenden in den verschiedensten Bereichen, in denen Schwester Irmlind tätig war und ist, geholfen: beim Aufbau der Pfarrkirche in Ancon bei Lima. in der Finanzierung der Unterbringung und Schulausbildung von Straßenkindern im Haus der Schwestern bei Lima. in der Finanzierung der Missionsstation der Schwestern in Acara im Hochland von Peru - um nur einige Aktionen zu nennen. Insgesamt sind so in den vergangenen drei Jahrzehnten über 200.000,- € den Herz-Jesu-Schwestern zur Verfügung gestellt worden.

Außenansicht der Kapelle "Sankt Josef"
Vollkommen eingeschlossen von einer Mauer, die erneuert wurde von Herrn Pfarrer Javier, dem jetzigen Pfarrer, der von ein paar Jahren die Pfarrei der Gemeinde Ancon übernommen hat.
Im Jahr 1981 wurde der Grundstein gelegt; im Zeitraum von etwa 2 Jahren wurde mit Hilfe der Partnergemeinde "St. Cornelius" Neuss der Rohbau errichtet.
Die Kapelle liegt in einer Neusiedlung am Eingang des Ortes Ancon, deren Beginn einige Jahrzehnte zurück liegt. In den letzten Jahrzehnten ist die Bevölkerung sehr angewachsen.

Innenansicht der Kapelle an einem Sonntag.
Die Frühmesse am Sonntag um 8 Uhr morgens ist immer gut besucht, was ich persönlich vor 9 Jahren feststellen konnte, als ich für ein paar Monate im Kinderheim zur Aushilfe war, weil eine unserer Schwestern in Heimurlaub war. Vor 2 Jahren haben wir Schwestern uns nach 63 jähriger Tätigkeit zurückgezogen, weil wir keine jüngeren Schwestern hatten, die für die Heimarbeit vorbereitet waren. Das tat uns leid. - Wer von der deutschen Jugend hat noch Mut und genügend Gottes- und Nächstenliebe, um sich ganz den Herrgott zu schenken. Ein paar Schwestern von uns sind bereits fast 65 Jahre hier, ich selbst 46 Jahre. Diese Jahre waren ein großer Segen für mich und viele Kinder ... von Gott geschenkt. Gott lässt sich an Großmut nie übertreffen! Seit 10 Jahren helfe ich meinen alten Schwestern.

Die Sankt Josef Kapelle mit Altar (aus Holz gearbeitet).

Der Saal von 200 qm
dient verschiedenen Zwecken. Dort versammeln sich die Jugentlichen, die Messdiener, werden Elternversammlungen abgehalten, etc., Feste gefeiert und gewiß wird dabei auch tüchtig getanzt. Die Peruaner haben den Tanzrhythmus im Blut und sind Künstler in ihren Volkstänzen. In ihren Prozessionen dürfen die Tanzgruppen nicht fehlen. Sie strahlen viel Freude aus, obgleich sie oft sehr arm sind und oft Hunger leiden, besonders in unserem nationalen Notlage, in der die Preise laufend steigen.

Der innere Teil, der zur St. Josef Kapelle gehört;
Man sieht auf dem Foto den Eingang zur Bibliothek und zum Vielzwecksalon, sowie die Gartenanlagen. Dieser Bau soll noch aufgestockt werden.
Ich selbst habe das alles noch nicht gesehen und habe Lust, einmal hinzufahren. Die Einladung von Pater Javier habe ich schon lange. Vielleicht wird´s was in der nächsten Zeit....

Innenhof des Pfarrgeländes mit Anlagen;
Grasflächen, umrandet von Zierpflanzen. Die dazwischen gepflanzten Ziersträucher werden ein paar Jahre später die Rasenflächen verschönern. - Die hygienischen Anlagen sehen Sie im Hintergrund rechts.

Das ist die Grotte der Gottesmutter der Armen,
die den Titel trägt
"Neustra Senora de los Pobres"
(Unsere Lb. Frau der Armen).
Sie Hilft uns immer aus allen Nöten.

Lima, März 2004

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Brief von Schwester lrmlind aus Peru vom 24. Januar 2005

Lieber Herr Pfarrer Koenig der Pfarrgemeinde St. Cornelius: ...Gleichzeitig möchte ich Ihnen für Ihr Fax vom 9.1. von Herzen danken sowie den lieben Sternsingern (17), die mit viel Missionsliebe und Liebe zu unseren Straßenkindern von Haus zu Haus gezogen sind und 130 Familien den Segen Gottes in ihr Haus gesungen haben. Dass der Herrgott Euch, meine lieben Sternsinger und alle Familien der Pfarrei reichlich segnen möge, darum beten wir Missionsschwester täglich, für Euch, liebe Sternsinger und für Sie, lieber Herr Pfarrer Koenig, und alle Familien Ihrer Pfarrgemeinde sowie Ihres ganzen Dekanats. Besonders grüße ich alle, die auf ein Lebenszeichen von mir gewartet haben. Morgen gehen unsere Exerzitien zu Ende. Dann habe ich etwas mehr Zeit. - Mit den herzlichsten Grüßen an Sie, lieber Herr Pfarrer Koenig, und all Ihre Pfarrkinder verbleibe ich Ihre dankbare Schwester Irm1ind. Am Schluss noch einmal allen Missionsfreunden von St. Cornelius und Nachbarn ein 1000faches Gott vergelt's!!!

P.S. Das endgültige Ergebnis des Sternsingens einschließlich der Kollekte vom 8./9. Januar betrug 2.153.97 €. Nochmals ein herzliches Dankeschön allen.

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CONGREGACION MISIONERAS DEL
SAGRADO CORAZON DE JESUS
(de Hiltrup)

Stella Maris, "Haus der heiligen Rosa"

Weinachten 2003

Lieber Herr Pfarrer Koenig!
Liebe Missionsfreunde der Pfarrgemeinde St. Cornelius!
Liebe Brüder und Schwestern in der Heimat, die uns in diesem Jahr wiederum so treu unterstützt haben in unserer Sorge für die Armen.

Im folgenden möchten wir ein wenig zusammenfassend von unserer Arbeit im Haus der w. Rosa berichten, damit Sie sich in etwa vorstellen können, wo und wie wir geholfen haben. Im Haus der w. Rosa haben wir einige Schwerpunkte in der Betreuung der Armen. Schwester Herlinda. unsere jetzige Oberin, fahrt dieses Programm weiter. Da sie der deutschen Sprache nicht mächtig ist, möchte ich für sie schreiben und in ihrem Namen danken für die treue und solidarische Hilfe während des vergangenen Jahres 2003.
Im Haus der w. Rosa helfen wir Personen in extremer Not auf verschiedene Weise:
Mittagessen für arme Kinder
35 Kinder - aus armen, kinderreichen Familien. meist von alleinstehenden Müttern, die als Hausangestellte arbeiten und sich sehr wenig um ihre Kinder kümmern können, - erhalten täglich bei uns eine gute, warme Mahlzeit, welche oft die einzige am Tag ist. Wir versuchen, die Kinder auf ihr Normalgewicht zu bringen und auch die persönliche Entwicklung ins Gleichgewicht zu bringen.
Tageskrippe für Kleinkinder
Es sind Kinder von 1 bis 4 Jahren, gelegentlich auch Säuglinge von alleinstehenden Müttern, die ihren Lebensunterhalt erarbeiten müssen und die Kinder nicht mit zur Arbeit nehmen können. Die Kinder bekommen eine gute Ernährung, Unterkunft und Betreuung von montags bis freitags von 7.30 bis 5 Uhr nachmittags. Nach der Arbeit holt die Mutter das Kind ab. Die symbolische Pension fiir diesen Dienst sind 5 SI. pro Woche (1.20 €).
Hilfe für den Schulanfang
Für 180 Kinder wurden Schulsachen und zum Teil auch Schulgebühren bereitgestellt. Jugendlichen wird die Möglichkeit geboten, einen praktischen Beruf zu erlernen, der sie befähigt, den Lebensunterhalt ihrer Familie zu verbessern.
Lebensmittelunterstützung
Unterstützung alleinerziehender Mütter mit Lebensmitteln Es sind 60 Frauen, die regelmässig Hilfe bekommen. Sie sind aus sehr armen Verhältnissen aus den verschiedenen Armenvierteln der Stadt. Jede von ihnen hat 3 bis 4 Kinder im vor - und schulpflichtigen Alter. Die Lebensmittel werden einmal im Monat ausgegeben. Diese Gelegenheit wird genützt, um mit den Müttern zu sprechen, ihnen Unterweisung zu geben über verschiedene Themen, wie Rechte der Frau ~ Pflichten ihren Kindern gegenüber, Gesundheit, Erziehung usw.
Gesundheitsprogramm
Da können wir so manche Schicksale darstellen- sei es um direkt zu helfen fiir eine Behandlung oder die Kranken zu Spezialkrankenhäusern zu vermitteln und bei den entstehenden Unkosten zu helfen.
Es handelt sich um Arme, die fiir Krankheitsfälle keine Mittel zur Verrugung haben. Vielen Familien konnten wir in Notsituationen zur Seite stehen.
Da ist z.B. Don Marcelino, Vater von sechs Kindern, Taxifahrer, hat bei einem Autounfall ein Bein gebrochen. Seine Frau verkauft Bonbons und da ist Hilfe unbedingt notwendig.
Da ist Frau Jolanda, eine alleinstehende, alte Frau mit einem schlimmen Leistenbruch, der operiert werden muss. Wir sorgten für die Operation und für einen Platz in einem Altenheim, was ein sehr schwieriges Unternehmen ist. Diese Liste kann man beliebig verlängern mit tragischen Fällen.
Verbesserung der Wohnung und Lebensverhältnisse
Unsere Sorge gilt armen Frauen mit Kindern, die in menschenunwürdigen Zuständen hausen, um ihnen gesundere Lebensverhältnisse zu schaffen. Mit Hilfe von Frau Rosa, unserer Sozialassistentin, wird die Situation jedes einzelnen Falles untersucht. Wir konnten unter anderem helfen, ein kleines Grundstück (100 m2) in einem Pueblo Joven zu besorgen, ein kleines Holzhaus, was man fertig an einer Straßenecke kaufen kann für 1.500 oder 1.800 SI. (1 SI. = 24 Cent). Es hat Küche, Esszimmer und 2 oder 3 Schlafzimmer. Zum Glück regnet es hier nicht und so bieten diese Häuser gute Dienste und
Schutz. Einige von diesen Familien wollen wir Ihnen vorstellen: - Da ist Frau Rosa, 30 Jahre, Analphabetin mit 6 Kindern. Sie verkauft heiße Getränke aus Heilkräutern an der Straßenecke. Sie bekam ein Grundstück mit Haus. - Frau Maruja ist 37 Jahre, Analphabetin mit 7 Kindern. Durch sammeln von alten Kisten und Kartons unterhält sie ihre Familie. Sie bekam ein Grundstück mit Haus. - Frau Carmen, 30 Jahre, 2 Jahre Grundschule, hat 4 Kinder und sammelt Altmaterialien. Auch sie bekam ein Grundstück mit Haus. Im Ganzen konnten wir 23 Familien zu einem "zu Hause" verhelfen, dank der Hilfe aus der Heimat.
Weihnachtsprogramm
Es umfasst alle diejenigen, die während des Jahres im Haus der hl. Rosa betreut wurden. Unser Anliegen ist, dass jede Gruppe ein christliches Weihnachtsfest erleben kann, um ein wenig Freude in ihr Leben zu bringen, mit Gesang, Tanz und kleinen Geschenken. Für uns ist es eine besondere Freude, an der Freude dieser armen Menschen teilzunehmen.
Dieser Bericht ist eine kurze Zusammenfassung von dem Vielen, was wir" das Jahr hindurch in und durch unser "Haus der hl. Rosa" entwickeln konnten. Es ist wie ein Licht, welches das Dasein dieser armen Menschen erhellt und ihnen neue Lebenskraft und Mut gibt.

Wir danken Ihnen nochmals für all Ihre Liebe und Solidarität mit den vielen vom Schicksal gezeichneten Personen, unseren Schwestern und Brüdern in Christus.
Möge der menschgewordene Gottessohn Sie überreich beschenken mit seiner Liebe, seinem Frieden und seiner Freude. Für das neue Jahr 2004 Wünschen wir Ihnen Gottes Schutz und Segen und alles, alles Gute.'

Es grüßen Sie, lieber Herr Pfarrer Koenig, und Sie alle, unsere Missionsfreunde, die Sie uns in den vergangenen 22 Jahren soviel geholfen haben, angefangen mit dem Bau Ihrer Partnerkirche "San Jose:' in Ancon, die in den letzten Jahren schön verputzt worden ist und auch einen Pfarrsaal hat, ganz herzlich der Herr Pfarrer von Ancon, sowie seine Pfarrkinder der Teilgemeinde "San lose", unsere Schwestern alle, ganz besonders aber Ihre dankbare

Sr. Irmlind

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